Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN zur drohenden Schließung von H2O und Schleuse: Wer Jugendräume schließt, macht Halles Zukunft dicht

Halle (Saale), 23. September 2026 – Mit dem H2O und der Schleuse stehen zwei Jugendclubs vor dem Aus, die für viele junge Menschen zu wichtigen Anlaufstellen geworden sind. Für die offene Jugendarbeit in Halle wäre das ein spürbarer Einschnitt, dessen Folgen noch lange nachwirken würden.

Die Kassen der Stadt Halle sind leer. Das ist allen bewusst, die hier Verantwortung tragen. Doch finanzielle Engpässe entbinden nicht von der Pflicht, Prioritäten zu setzen. Ausgerechnet bei den Jugendclubs zu sparen, hieße, an der falschen Stelle zu sparen.

Das H2O und die Schleuse sind kein Luxus, auf den man einfach verzichten kann. Es sind Orte, an denen junge Menschen Halt finden, Freundschaften schließen, gemeinsam Musik machen, lernen, Konflikte zu lösen, und erfahren, dass diese Stadt ihnen etwas zutraut. Solche Räume tragen wesentlich dazu bei, dass junge Menschen gern in Halle leben und hier bleiben wollen. Gehen sie verloren, verliert Halle nicht nur Jugendliche, sondern auch ihr Vertrauen und ein Stück seiner Zukunft.

Räume für junge Menschen zu schließen, käme einem Ausverkauf ihrer Chancen auf Teilhabe, Begegnung und persönliche Entwicklung gleich – und damit einem Ausverkauf unserer Zukunft. Deshalb müssen Stadt, Träger und Land jetzt gemeinsam und ergebnisoffen prüfen, wie diese Angebote gesichert werden können. Die kommunale Finanznot ist real. Ebenso real ist jedoch der Schaden, der entsteht, wenn junge Menschen vor verschlossenen Türen stehen. Halle darf seiner Zukunft diese Türen nicht verschließen.

Arbeit kann Integration geling…